Nach dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) hätten Sie wohl mehr als hinreichende Chancen, eine Stelle zu finden, wenn Sie älter sind, behindert und einer Minderheit zugehörig sind – dann sähe ein Arbeitgeber kaum einen Grund, Sie abzulehnen.
Was machen Sie aber, wenn Sie ein ausreichend ausgebildeter Deutscher sind und – so wie Zehntausende andere auch – nach Ende des Studiums einen Job suchen? Es bleibt Ihnen nichts weiter übrig, aber Sie werden mindestens (!) die letzten 150 Tage Ihres Daseins als Student damit verdingen müssen, sich auf den Sprung ins Berufsleben vorzubereiten. Das hört sich nicht erstrebenswert an und – das ist es auch nicht. Aber es bereitet vor.
Also, scheuen Sie sich nicht, die ganz normalen Wege zu gehen. Dazu gehören zunächst einmal eine gute Analyse der eigenen Person. Reden Sie z.B. mit einem Professoren Ihres Vertrauens und mit guten Freunden – denn die sagen Ihnen mit höchstwahrscheinlich die Wahrheit – wo sie Ihre Stärken und Schwächen sehen – und zwar nicht nur die in Bezug auf Ihr Fachwissen, sondern zusätzlich bei den sogenannten "soften Skills", die im heutigen Markt immer wichtiger zu werden scheinen.
Dann machen Sie eine Analyse des Marktes. Das heißt: Hinterfragen Sie, in welchen Branchen arbeiten Arbeitskräfte mit Ihrer Bildung und Ihren Abilities – und entspricht eine dieser Bereiche Ihrer Vorstellung eines Traumjobs. Nach dem Super-Job sollten Sie im Übrigen wirklich immer zuerst die Augen aufhalten – hierbei jedoch Plan B nicht verdrängen. Also: Wenn mein Traumjob in meiner Vorzugsbranche nicht frei ist, wo könnte ich in diesem Fall arbeiten?
In den meisten Situationen denken Menschen, die zum 1ten Mal einen Arbeitsplatz suchen, zu einsilbig und suchen lediglich in dem engen Ausschnitt dessen, was sie studiert haben. Also übersehen sie ähnliche und benachbarte Felder, bei denen sie ebenso tätig sein könnten, wenn sie ihre Skills lediglich etwas ausbauen oder überdenken. Also Augen weit aufreißen: Überfliegen Sie Mitteilungen aus der Presse aus Ihrem Arbeitsbereich, schauen Sie sich die Stellenangebote (Presse und/oder das Netz) genau an, reden Sie mit den Verbänden und abonnieren Sie eine Fachzeitschrift. Oder wie wäre es mit dem Besuch einer Berufsmesse?
Schauen Sie sich auch Regionen an, die nicht zuvorderst im oberen Drittel Ihrer Wunschvorstellung liegen. Ja, sogar in Ostdeutschland kann man arbeiten, aber wollen da vielleicht nicht die Masse an Bewerbenden hin und Ihnen geht es doch darum, einen Einstieg ins Berufsleben und damit die benötigte Erfahrung zu bekommen! Also, warum nicht Weimar an Stelle von Hamburg?.
Natürlich möchten Sie Geld verdienen und hier auch müssen Sie sich vorab Wissen aneignen, wie die Branche zahlt und in welcher "Klasse" Sie als Einsteiger den Ball treten sollten. Hierzu gibt es statistische Schriften, in denen wenigstens eine Einschätzung der Verdienste angegeben ist, die in Ihrer Wunschbranche gezahlt werden und weiterhin kennen Sie vielleicht einen Freund, der vor Ihnen seinen Abschluss gemacht hat und dort einen Job hat. Der ist sicherlich bereit, Ihnen zu sagen, was Sie angeben dürfen und was sie erwarten können (beide Zahlen sind in den wenigstens Fällen die Gleiche). Auch Einkommenserhebungen· und Jobmessen sowie Blogs sind eine nutzbringende Quelle.
Ein letzter Punkt und ein wichtiges Thema: Kennen Sie Knigge
Donnerstag, 28. Mai 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen