Donnerstag, 28. Mai 2009

Berufswahl – Die letzten 100 Tage zum Ende der Studienzeit

Nach dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) hätten Sie wohl gute Chancen, eine Arbeit zu ergattern, wenn Sie betagter sind, behindert und einer Minderheit angehören – dann sähe der Boss kaum eine Möglichkeiten, Sie abzulehnen.

Was machen Sie aber, wenn Sie ein tüchtig ausgebildeter Europäer sind und – so wie Tausende andere auch – nach Abschluss des Studiums einen Job suchen? Es bleibt Ihnen nichts weiter übrig, aber Sie werden mindestens (!) die letzten 100 Tage Ihres Daseins als Student damit verbringen müssen, sich auf den Sprung ins Berufsleben vorzubereiten. Das hört sich nicht sexy an und – das ist es auch nicht. Aber es muss sein.

Also, scheuen Sie sich doch nicht, die ganz normalen Wege zu beschreiten. Dazu gehören zunächst einmal eine propere Analyse der eigenen Person. Schreiben Sie zum Beispiel mit einem Professoren Ihres Vertrauens und mit guten Freunden – denn die sagen Ihnen mit höchstwahrscheinlich die Wahrheit – wo sie Ihre Stärken und Schwächen sehen – und zwar nicht nur die fachlich relevanten, sondern zusätzlich bei den sogenannten "soften Skills", die im heutigen Markt immer interessanter für den Arbeitsgeber zu werden scheinen.

Auf der Suche nach Jobs bemühen Sie dann eine Analyse des Marktes. Das bedeutet: Erforschen Sie, in welchen Branchen arbeiten Arbeiter mit Ihrer Expertise und Ihrem Können – und entspricht eine dieser Bereiche Ihrem Traum von einem Job. Nach dem Super-Job müssen Sie im Übrigen tatsächlich immer zuallererst suchen – hierbei aber Plan B nicht außer Acht lassen. Also: Wenn mein Vorzugsjob in meiner Vorzugsbranche nicht frei sein sollte, wo könnte ich noch arbeiten? Oder probiere ich es erstmal ganz anders und fange "klein" als Trainee an?

In vielen Situationen denken Leute, die zum ersten Mal eine Anstellung suchen, zu kurz und suchen ausschließlich in dem engen Bereich dessen, was sie erlernt haben. Hierbei übersehen sie angrenzende und benachbarte Felder, bei denen sie gleichfalls tätig sein könnten, wenn sie ihre Skills lediglich ein wenig updaten oder ergänzen. Also recken und strecken: Achten Sie auf PMs aus Ihrem Arbeitsbereich, schauen Sie auch die Classfields (Zeitung und außerdem das Internet

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